Knochenbruch durch Glätte: So leistest du Erste Hilfe nach einem Sturz
Ein Knochenbruch ist nicht nur schmerzhaft, sondern sorgt bei Betroffenen und Umstehenden oft für Angst und Unsicherheit – besonders im Winter, wenn glatte Wege das Unfallrisiko erhöhen. In solchen Momenten kommt es auf die schnellen und überlegten Maßnahmen des Ersthelfers an. Die richtige Einschätzung der Situation, das Erkennen typischer Anzeichen und gezielte Erste-Hilfe-Maßnahmen sind jetzt entscheidend, um Schmerzen zu lindern und dem Verletzten die nötige Unterstützung zu bieten. In unserem Blogbeitrag erfährst du, wie du Knochenbrüche zuverlässig erkennst, als Ersthelfer wirksam unterstützt und was du bei einem Sturz auf vereisten Straßen tun solltest. Bei einem Knochenbruch kann dein Handeln als Ersthelfer maßgeblich dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und Folgeschäden zu vermeiden – dein Einsatz macht in dieser Ausnahmesituation den Unterschied.
Was ist ein Knochenbruch?
Das menschliche Skelett bildet das stabile Fundament unseres Körpers. Etwa 206 Knochen schützen empfindliche Organe wie Herz und Gehirn, verleihen dem Körper seine Form, sorgen für Stabilität und ermöglichen Bewegung. Trotz ihrer Widerstandsfähigkeit und Flexibilität können Knochen bei starker, ungewohnter oder plötzlicher Krafteinwirkung – etwa durch einen Sturz – reißen oder brechen. Fachleute sprechen in diesem Fall von einer Fraktur. Besonders häufig treten solche Brüche an Armen, Beinen oder dem Becken auf, da diese Körperregionen bei Unfällen oft am stärksten belastet werden.
Wie erkennt man einen Knochenbruch?
Nicht jeder Schmerz nach einem Unfall bedeutet automatisch einen Knochenbruch. Dennoch gibt es sowohl sichere als auch unsichere Anzeichen, die auf einen Knochenbruch hinweisen und dir als Ersthelfer die richtige Einschätzung der Situation erleichtern können. Sichere Anzeichen sind eindeutige Hinweise auf einen Bruch, während unsichere Anzeichen auch bei anderen Verletzungen auftreten können und deshalb keinen eindeutigen Beweis liefern. Besonders wichtig ist es, die folgenden Symptome eines Knochenbruchs zu kennen:
Sichere Anzeichen für einen Knochenbruch:
Fehlstellung: Das betroffene Körperteil ist bei einem Knochenbruch deutlich deformiert, steht ab oder wirkt unnatürlich abgewinkelt.
Abnorme Beweglichkeit: Ein Knochenbruch kann dazu führen, dass sich das Gliedmaß unerwartet bewegen lässt – an Stellen, an denen das normalerweise nicht möglich ist.
Knochenreiben (Krepitation): Bei einem Knochenbruch spürt oder hört man manchmal ein Knirschen oder Reiben, wenn der Bereich bewegt oder abgetastet wird.
Sichtbarer Knochen: Bei einem offenen Knochenbruch ragt oft ein Stück Knochen durch die Haut – das ist ein absoluter Notfall und erfordert sofort professionelle Hilfe.
Unsichere Anzeichen für einen Knochenbruch:
Schwellung und Rötung: Eine Schwellung, Rötung oder Überwärmung kann ebenfalls auf einen Knochenbruch hindeuten.
Starke Schmerzen: Ein Knochenbruch verursacht oft äußerst starke Schmerzen, besonders bei Bewegung oder Belastung der betroffenen Stelle.
So reagierst du richtig bei einem möglichen Knochenbruch
Hast du den Verdacht auf einen Knochenbruch, ist es wichtig, dass du als Ersthelfer ruhig bleibst und Schritt für Schritt vorgehst. So kannst du dem Verletzten helfen, Schmerzen lindern und mögliche Komplikationen verhindern. Schon einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen machen hier einen großen Unterschied.
Eigenschutz beachten: Achte zuerst auf deine eigene Sicherheit, bevor du hilfst – besonders bei glatten, vereisten Flächen. Prüfe, ob die Umgebung für dich und andere Helfende sicher ist, und beseitige mögliche Gefahrenquellen. Trage bei einem Sturz, bei Blut oder insbesondere bei einem offenen Bruch immer Schutzhandschuhe, um dich vor Infektionen und Kontakt mit Körperflüssigkeiten zu schützen.
Beruhigen: Sprich ruhig mit der verletzten Person. Erkläre, was gerade geschieht, und gib ihr das Gefühl von Sicherheit. Panik verschlimmert die Situation nur unnötig.
Kühlen: Die betroffene Stelle sollte vorsichtig gekühlt werden, z.B. mit einem Kältesofortkompresse. Berühre die Haut dabei nicht direkt mit Eis, um Kälteschäden zu vermeiden.
Bewegung vermeiden und ruhigstellen: Der verletzte Bereich sollte nicht bewegt werden. Bei einem Armbruch stabilisierst du den Arm am besten mit einer Trageschlaufe oder einem Schal. Bei Verdacht auf einen Beinbruch sollte die Person ruhig liegen und das Bein nicht belasten oder bewegen. Versuche niemals, den Knochenbruch selbst zu richten.
Notruf absetzen (112): Rufe bei starker Fehlstellung, offenen Brüchen oder großen Schmerzen immer den Rettungsdienst. Auch bei Taubheitsgefühl oder nach einem Sturz auf den Kopf solltest du sofort Hilfe holen. Beschreibe die Situation möglichst genau und folge den Anweisungen am Telefon.
Vor Kälte schützen: Im Winter besteht neben dem Verletzungsrisiko die Gefahr der Unterkühlung. Decke die verletzte Person mit einer Jacke oder Rettungsdecke zu, bis der Rettungsdienst eintrifft. Wähle einen möglichst geschützten Platz und bleibe stets in Kontakt mit der verletzten Person.
Mit diesen Erste-Hilfe-Maßnahmen trägst du als Ersthelfer entscheidend dazu bei, die Folgen eines Knochenbruchs zu begrenzen und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes gut zu überbrücken.
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Fazit:
Knochenbrüche sind im Winter keine Seltenheit – besonders, wenn glatte Straßen und Wege das Unfallrisiko erhöhen. Wer die Symptome kennt und als Ersthelfer ruhig sowie strukturiert reagiert, leistet einen wichtigen Beitrag zur Ersten Hilfe und schützt die Betroffenen vor Folgeschäden. Informiere dich deshalb rechtzeitig und halte dein Wissen zur Ersten Hilfe bei Knochenbrüchen aktuell – so bist du im Ernstfall bestens vorbereitet und kannst gezielt helfen.
Disclaimer: Die Informationen auf diesem Blog dienen nur zu Informationszwecken und stellen keinen Ersatz für professionelle medizinische Beratung dar. Es wird empfohlen, bei gesundheitlichen Fragen oder Bedenken einen Arzt zu konsultieren. Wir übernehmen keine Haftung für mögliche Schäden durch die Nutzung der Informationen auf diesem Blog.